Mein Hammerbrook
Historisches

 

Chronik



Hammerbrook


Die Grenzen Hammerbrooks sind im Jahre 1938 festgelegt worden.

Der Senatssyndikus W. Amsinck setzte sich im 19. Jahrhundert für die Entwässerung in Hammerbrook ein, da Hammerbrook als Teil der Marschniederung immer ein vom Wasser geprägter Raum war. Zwischen Elbe und Bille kroch hier die Feuchtigkeit die Wände hoch. Schwerer Gelenkrheumatismus war dort keine seltene Krankheit. Hammerbrook wurde auch "Klein-Mecklenburg" genannt. Der Chronist des Viertels, Walter Classen charakterisierte Hammerbrook so: "Stinkende Kanäle, schwarze Mauern über trüben Fluten". Dazu kam, daß das Gebiet überbevölkert war. Die eigentliche Erschließung begann im Zusammenhang mit dem Bau der Hamburg-Bergedorfer Bahnlinie im Jahre 1839 - 42. Es entstand nach den Plänen von W. Lindeys ein Netz von Strassen, Kanälen und Fleeten. Hierbei fand eine Aufhöhung des Geländes statt. Das Hochwasserbassin bildet das Herzstück der Entwässerung. Es war durch den Mittelkanal mit Oberhafen bzw. Elbe verbunden.


Im Hintergrund St. Annenkirche zwischen Victoriakanal und Hammerbrookstraße. Foto um 1910


In der Lorenzstraße nördlich vom Grünen Deich, wohnten auf hundert mal hundert Meter 1.700 Menschen. Grüne Flächen waren eher selten zu sehen. Man war auf Spenden angewiesen. Hiervon wurden ein Volksheim, eine Kinderpoliklinik, eine Krippe, ein Knabenhort und eine Kinderbewahranstalt errichtet.

In Hammerbrook und in Rothenburgsort gab es eine gute Verbindung zum Hafen und seinen Industrien durch die Hochbahn. Die Mieten waren in der Stadt erschwinglich. Sie war damals für teures Wohnen berüchtigt.

Nach der Aufhebung der Torsperre in Jahre 1860 begann die Besiedelung Hammerbrooks. Hammerbrook wurde über die Jahrhunderte ländlich geprägt. Nach dem Zollanschluß begann die Industrialisierung Hammerbrooks. Es entwickelte sich rasch ein "Arbeiterquartier", da das Gebiet zwischen Elbe und Bille dicht besiedelt worden war. Es lebten hier fast ausschließlich Industrie- und Hafenarbeiter.

Hammerbrook wurde durch den Luftangriff von 1943 sehr schwer getroffen. Viele Gebäude wurden fast völlig zerstört. Es starben um die 12.000 Menschen. Das waren mehr als ein Viertel aller Einwohner von Hammerbrook. Es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder als Wohnviertel aufgebaut. Derzeit leben hier nur etwas mehr als 400 Einwohner.

1983 wurden nach Plänen von 1981/82 die City Süd im westlichen Teil von Hammerbrook, zwischen Heidenkampsweg und Amsinckstraße, die S-Bahnhof Hammerbrook errichtet.

Das wellenförmige Schalendach des Großneumarktes wurde im Jahr 1962 fertiggestellt. Es hat eine Fläche von mehr als vier Fußballfeldern.